Was kostet eine Rohrverstopfung – und wer muss sie bezahlen?
Eine Rohrverstopfung kommt meist plötzlich. Das Wasser läuft nicht mehr ab, das WC läuft über oder es gluckert aus dem Abfluss. Viele fragen sich dann: Was kostet die Beseitigung einer Rohrverstopfung? Und noch wichtiger: Wer zahlt – Mieter oder Vermieter?
In diesem Beitrag erklären wir verständlich, wann welche Kosten bei einer Rohrverstopfung entstehen, wer sie übernimmt und wie sich hohe Ausgaben vermeiden lassen.
Welche Kosten entstehen bei einer Rohrverstopfung?
Die Kosten für eine Rohrverstopfung hängen von verschiedenen Faktoren ab. Wichtig ist, wo die Verstopfung sitzt und wie stark sie ist.
Typische Preise:
- Verstopfung im Bad oder in der Küche: 100–250 Euro
- Tiefliegende Grundleitung: 250–600 Euro
- Notdienst (abends, Wochenende, Feiertag): + Zuschläge
- TV-Inspektion mit Kamera: 100–200 Euro zusätzlich
- Sanierung bei Schäden: individuell, oft mehrere Hundert Euro
Je früher ein Fachbetrieb beauftragt wird, desto günstiger bleibt es meistens. Deshalb lohnt es sich, bei ersten Anzeichen schnell zu handeln.
Wer zahlt bei einer Rohrverstopfung – Mieter oder Vermieter?
Bei den Kosten einer Rohrverstopfung kommt es auf die Ursache an. Grundsätzlich gilt:
- Der Vermieter zahlt, wenn die Verstopfung durch Verschleiß oder alte Rohre entstanden ist.
- Der Mieter muss zahlen, wenn er die Verstopfung nachweislich selbst verursacht hat – zum Beispiel durch Hygieneartikel, Feuchttücher oder Fett im Abfluss.
Oft lässt sich die Ursache jedoch nicht genau feststellen. In diesem Fall muss der Vermieter die Rechnung übernehmen, denn er ist für die Instandhaltung der Leitungen verantwortlich.
Was sollten Mieter und Vermieter beachten?
Mieter sollten:
- Keine Hygieneartikel oder Speisereste in Toilette oder Spüle werfen
- Schäden sofort dem Vermieter melden
- Keine Handwerker beauftragen, ohne Rücksprache
- Nachweise wie Rechnungen und Berichte aufbewahren
Vermieter sollten:
- Regelmäßig den Zustand der Rohre prüfen lassen
- Mietverträge auf Kleinreparaturklauseln kontrollieren
- Wartung professionell dokumentieren
- Mieter schriftlich über ihre Pflichten informieren
Nur wenn beide Seiten gut kommunizieren, lassen sich unnötige Kosten und Streitigkeiten vermeiden.
Wann übernimmt eine Versicherung die Kosten?
Nicht immer zahlen Mieter oder Vermieter selbst. In manchen Fällen springt die Versicherung bei Rohrverstopfung ein.
Mögliche Versicherungen:
- Gebäudeversicherung bei Schäden am Rohrsystem oder an Wänden und Böden
- Hausratversicherung bei beschädigten Möbeln oder Geräten
- Haftpflichtversicherung bei Schäden an Nachbarwohnungen oder gemeinschaftlichen Bereichen
Wichtig ist, den Schaden sofort zu melden und Beweise (z. B. Fotos, Einsatzberichte) bereitzuhalten.
👉 Externer Link: GDV zur Vermeidung von Rohrschäden
So lassen sich hohe Kosten bei einer Verstopfung vermeiden
Eine Rohrverstopfung muss nicht teuer werden – wenn man rechtzeitig handelt. Unsere Tipps:
- Regelmäßige Rohrpflege durch Fachbetriebe
- Keine falschen Dinge in Toilette oder Abfluss entsorgen
- Frühzeitig auf Warnzeichen achten (Gerüche, Gluckern, langsamer Abfluss)
- Als Vermieter: Inspektionen und Wartung regelmäßig durchführen lassen
Wir helfen Ihnen schnell und zuverlässig – auch bei Notfällen außerhalb der Geschäftszeiten.
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FAQ – häufige Fragen zu Rohrverstopfung und Kosten
Was kostet es, eine Rohrverstopfung zu beseitigen?
Das hängt vom Aufwand ab. In der Regel zwischen 100 und 600 Euro. Wir informieren Sie vorab transparent.
Wer zahlt, wenn das Rohr verstopft ist – Mieter oder Vermieter?
Bei normalem Gebrauch zahlt meist der Vermieter. Wenn der Mieter den Schaden verursacht hat, muss er zahlen.
Zahlt die Versicherung eine Rohrverstopfung?
Nur wenn es zu einem versicherten Schaden kommt – zum Beispiel einem Wasserschaden.
Was bringt eine TV-Inspektion?
Sie hilft, die Ursache genau festzustellen. Das ist besonders bei wiederholten Verstopfungen wichtig.
Was bedeutet die Kleinreparaturklausel?
Sie gilt oft nur für kleinere Schäden bis 100 Euro – also selten bei einer Rohrverstopfung.